Aufbaukurs zum Pflegeexperten für außerklinische Beatmung
Aufbaukurs zum Pflegeexperten nach § 132l SGB V – anerkannt von allen Krankenkassen
Die außerklinische Intensivpflege ist ein hochspezialisierter Versorgungsbereich, der besondere Fachkenntnisse und Verantwortung erfordert. Mit dem Aufbaukurs zum Experten „Pflegeexperte für außerklinische Beatmungspflege“ erwerben Pflegefachkräfte mit vorhandener Basisqualifikation (von anerkannten Bildungsinstituten) die bundesweit anerkannte Zusatzqualifikation nach § 132l SGB V – und erfüllen damit die gesetzlichen, bundesweiten Anforderungen für die Tätigkeit in der außerklinischen Intensivpflege (AKI).
Mit diesem Kurs entsteht ein vollständiges, praxisorientiertes Qualifikationsprofil, das alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und von den Landesverbänden der Krankenkassen und Ersatzkassen bundesweit anerkannt ist, und aus dem heraus die qualitativ hochwertig Versorgung Ihrer Klienten resultiert.
Ziel der Weiterbildung
Die Weiterbildung qualifiziert Pflegefachkräfte, mit erfolgreich absolvieren Basiskurs, für die Übernahme der fachlichen Leitung im Rahmen von Leitungstätigkeiten in außerklinischen Intensiveinrichtungen Sie vermittelt vertiefte medizinisch-therapeutische, pflegerische und psychosoziale Kompetenzen – sowohl für die Versorgung von Erwachsenen als auch für pädiatrische und geriatrische Patienten.
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Termine
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Fortlaufender – modularer Kurs. Der Einstieg ist jederzeit möglich. |
| Dauer Stundenzahl | 40 Stunden Theorie und 20 Stunden Vertiefungspraktikum, 20 Stunden Facharbeit |
| Prüfung | Schriftliche Prüfung |
| Abschluss | Anerkanntes Zertifikat |
Aufbau und Ablauf
Der Aufbaukurs umfasst insgesamt 80 Zeitstunden und gliedert sich in Theorie, Facharbeit und Praxis.
| Lernbereich | Umfang | Format |
| Theoretische Schulung | 40 Zeitstunden | Live-Unterricht |
| Facharbeit | 20 Zeitstunden | Asynchron, wissenschaftlich begleitet |
| Praktikum | 20 Zeitstunden | Klinisch oder außerklinisch |
Physische Präsenz & Skills-Training im Aufbaukurs
Ein wesentlicher Bestandteil des Basiskurses ist die praxisorientierte physische Präsenzschulung in Form strukturierter Skills-Trainings.
Diese Präsenzmodule dienen der Vertiefung und praktischen Anwendung zentraler Fertigkeiten der außerklinischen Intensiv- und Beatmungspflege und sind fest im Curriculum des Basiskurses verankert. Die Skills-Trainings finden regelmäßig, ganzjährig und bundesweit planbar an unseren Seminarstandorten statt und ermöglichen ein intensives Training u. a. zu Trachealkanülenmanagement, Beatmungstechnik, Notfallmanagement, Sekretmanagement, Monitoring und klinischer Entscheidungsfindung . Die Teilnahme an den physischen Präsenzmodulen ist im Rahmen des Basiskurses jederzeit möglich und wird von den Teilnehmenden zur individuellen Kompetenzvertiefung genutzt.
Durch die Kombination aus Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer, strukturiertem eLearning und physischer Präsenz wird ein hoher Praxisanteil gewährleistet.
Termine 15.01. 29.01.12.02. 26.02. 12.03. 26.03. 09.04. 23.04.07.05. 21.05. 04.06. 18.06. 02.07. 16.07. 30.07. 13.08. 27.08. 10.09. 24.09. 08.10. 22.10. 05.11. 19.11. 03.12. 17.12.
Hinweis: Die folgenden Skilltraining-Termine sind bereits ausgebucht: 15.01., 12.02., 12.03., 09.04., 07.05., 04.06., 02.07., 30.07., 27.08., 24.09., 22.10., 19.11., 17.12.
Die Termine finden immer von 09:00 – 17:00 Uhr statt.
Theoretischer Unterricht:
Der Unterricht findet im fortlaufenden Kurssystem statt. Teilnehmende können jederzeit einsteigen und die Module flexibel absolvieren. Die theoretische Schulung erfolgt im Live-Unterricht mit erfahrenen Dozenten.
Praktischer Teil:
Das Praktikum umfasst mindestens 20 Zeitstunden unter fachlicher Anleitung.
Davon müssen zwei Drittel in einem Weaningzentrum, einer Einrichtung der intensivmedizinischen Rehabilitation oder einer Einrichtung für außerklinische Beatmung absolviert werden.
Inhalte (Auszug)
- Physiologische Grundlagen der Atmung
- Akute und chronische respiratorische Insuffizienz
- Grundlagen der invasiven und nichtinvasiven Beatmung
- Trachealkanülenmanagement & Sekretmanagement
- Notfallmanagement & Dokumentation
- Neurologische und pneumologische Beatmungspflege
- Weaning & Fallbesprechungen
- Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT)
- Blutgasanalysen (BGA) & Säure-Basen-Haushalt
- Pharmakologie, Analgesie & Sedierung
- Schmerzmanagement
- Ernährungs- und Dysphagiemanagement
- Palliative Versorgung & Ethik
- Kommunikation, Gesprächsführung & Angehörigenarbeit
- Hygiene, Qualitäts- und Risikomanagement
- Rechtliche Aspekte & Medizinproduktegesetz
- Stress- und Konfliktmanagement, Copingstrategien
Abschluss & Zertifikat
Nach erfolgreichem Abschluss aller Module, der Prüfung, der Facharbeit und des Praktikums erhalten Teilnehmende das Zertifikat „Pflegeexperte für außerklinische Beatmung“, das alle in der Bundesrahmenempfehlung zur außerklinischen Intensivpflege (Stand 03.04.2023) geforderten Inhalte und Stundenumfänge nachweist. Das Zertifikat ist bundesweit gültig und bei allen Krankenkassen und Kostenträgern anerkannt.
Kursformat & Einstieg
- Fortlaufender Einstieg: Teilnahme jederzeit möglich
- Live-Unterricht
- Fachpraktikum nach individueller Planung
- Prüfung und Facharbeit am Ende des Kurses
Kosten
810 € pro Teilnehmer
Termine & Anmeldung
Der Kurs findet fortlaufend über das Jahr 2026 hinweg statt.
Ein Einstieg ist zu jedem Modul möglich. Nach der Anmeldung erhalten Teilnehmende den Zugang zur Lernplattform und die Terminübersicht.
Gesetzliche Grundlage
Die Weiterbildung richtet sich nach der
Bundesrahmenempfehlung zur außerklinischen Intensivpflege gemäß § 132l Abs. 1 SGB V vom 03. April 2023. Damit erfüllt sie die geforderten Mindestumfänge, Themenbereiche und Praxisanteile sowie die Anforderungen an die Qualifikation zur eigenverantwortlichen Versorgung von außerklinisch beatmeten Menschen.
Zielgruppe
Pflegefachkräfte mit Berufserfahrung in der außerklinischen oder stationären Intensivpflege zzgl. eines erfolgreich absolvierten Basiskurses AKI, die eine anerkannte Zusatzqualifikation erwerben möchten, um ihre Fachkompetenz zu erweitern und die gesetzlichen Anforderungen für Leitungspositionen (PDL und oder fachliche Leitung) zu erfüllen.
Noch Fragen?
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